17.01.26 –
Auch in diesem Jahr fand anlässlich der „Grünen Woche“ in Berlin die 16. Wir haben es satt! -Demo statt – erneut mit Beteiligung von Mitgliedern aus OSL.
Unter dem Motto Haltung zeigen ging es sowohl um den politischen Rechtsruck als auch um die Haltungsformen von Tieren. „Ein schönes Wortspiel“, so Marc Räder, Sprecher der Bündnisgrünen aus OSL. „Der gestaltete Wagen der Greenpeace Jugend mit einer Biene und einer Spritze zeigte sehr anschaulich, was Glyphosat und Co. unseren heimischen Insekten antun“, so Räder weiter.

In diesem Jahr stand die Demonstration zudem im Zeichen des Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft. Auf der Bühne sprachen ausschließlich Frauen aus Landwirtschaft, Umwelt- und Zivilgesellschaft. Sie machten deutlich, wie wichtig weibliche Perspektiven für eine gerechte Agrar- und Ernährungspolitik sind und forderten mehr Sichtbarkeit, Mitbestimmung und faire Arbeitsbedingungen – gerade im ländlichen Raum.
Gleichzeitig wurde die Untätigkeit der Bundesregierung bei zentralen agrar- und umweltpolitischen Vorhaben kritisiert. Notwendige Bundesgesetze, etwa für mehr Tierwohl, eine konsequente Reduktion von Pestiziden oder eine faire Bezahlung von landwirtschaftlichen Betrieben, lassen weiterhin auf sich warten. Die Teilnehmenden der Demo forderten daher ein entschlossenes Handeln statt weiterer Verzögerungen sowie mehr Zuverlässigkeit bei Entscheidungen.
Der Demoaufruf lautete:
"Wir leben in einem System, in dem die Agrarindustrie profitiert, während die bäuerliche und ökologische Landwirtschaft verliert.
Auf der einen Seite stehen Milliarden-Gewinne von Agrochemiekonzernen, Patente auf Saatgut und Investor*innen, die mit Ackerland spekulieren. Der Umbau der Tierhaltung stockt – und es gibt keine verpflichtende und umfassende Haltungskennzeichnung, obwohl sich die meisten Menschen für mehr Transparenz aussprechen. Die industrialisierte Tierhaltung heizt wiederum die Klimakrise weiter an: Das aktuelle Ernährungssystem ist weltweit für mehr als ein Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Zugleich setzt die Agrarindustrie auf Gentechnik und vereinfachte Pestizidzulassungen – und gefährdet damit unsere natürlichen Lebensgrundlagen.
Auf der anderen Seite stehen Bäuer*innen, die um ihre wirtschaftliche Existenz bangen, weil Lebensmittelindustrie und Einzelhandel die Preise diktieren. Das Höfesterben hält ungehindert an: Jedes Jahr schließen rund 2.600 landwirtschaftliche Betriebe. Ähnlich dramatisch ist die Situation im Lebensmittelhandwerk, etwa für Bäckereien. Gleichzeitig kosten Lebensmittel in Deutschland heute etwa 30 Prozent mehr als 2021. Millionen Menschen können sich kein gesundes Essen leisten, und die Schlangen vor den Tafeln werden immer länger. Weltweit können sich 2,3 Milliarden Menschen nicht ausreichend ernähren – und mehr als 670 Millionen Menschen leiden unter akutem Hunger.
Dieses System schadet Mensch, Tier und Natur – und treibt die Klimakrise voran. (...)"
www.wir-haben-es-satt.de/informieren/aufruf


Kategorie
Schülers Restaurant & Alte Backstube, Friedhofstraße 3, Lauchhammer
MehrDie Landesvorsitzende der Brandenburger Bündnisgrünen, Juliana Meyer, hat angekündigt, ihr Amt auf der Landesdelegiertenkonferenz am 14. [...]
Kommunen sowie Unternehmen aus der Wind- und Solarbranche haben heute im Brandenburger Landtag vor den Folgen der geplanten EEG-Novelle und des [...]
Zwei Jahre nach der Einführung der Bezahlkarte in Brandenburg fordern die Brandenburger Bündnisgrünen deren Abschaffung. Märkisch-Oderland [...]
Schülers Restaurant & Alte Backstube, Friedhofstraße 3, Lauchhammer
MehrDie Landesvorsitzende der Brandenburger Bündnisgrünen, Juliana Meyer, hat angekündigt, ihr Amt auf der Landesdelegiertenkonferenz am 14. [...]
Kommunen sowie Unternehmen aus der Wind- und Solarbranche haben heute im Brandenburger Landtag vor den Folgen der geplanten EEG-Novelle und des [...]
Zwei Jahre nach der Einführung der Bezahlkarte in Brandenburg fordern die Brandenburger Bündnisgrünen deren Abschaffung. Märkisch-Oderland [...]
Die Mieten bei Neuvermietungen steigen gerade in Ballungszentren trotz der existierenden Mietpreisbremse immer stärker an. Hohe Mieten werden [...]
Die Bundesregierung war auf Kabinettsklausur. Auf der Tagesordnung stand die Frage: Wie kommt die deutsche Wirtschaft wieder auf Kurs? Zu [...]
Du interessierst dich für Demokratie und eine vielfältige Gesellschaft? Du möchtest neue Perspektiven kennenlernen, dich austauschen und [...]