
17.03.21 –
Plastikmüll darf bei uns auf den Feldern verwittern, weil Gerichtsurteile auf sich warten lassen. Bis diese kommen, sieht auch der Landrat des Kreises keinen Handlungsbedarf.
In Reuden bei Calau verwittern Plastikfolien aus dem Kunststoff Polyethylen (PE) in der Landschaft. Die Folienberge stammen aus der landwirtschaftlichen Nutzung eines Gemüsebetriebes aus Vetschau. Doch statt sie ordnungsgemäß zu entsorgen, hat der Verursacher gegen die Aufforderung zur Beseitigung Widerspruch eingelegt.
Die Folien, vermutlich aus Polyethylen, sind in der Natur nicht abbaubar. Stattdessen reißen die Plastikfolien und zerreiben sich in kleine bis winzige Kunststoffpartikel. Je kleiner desto mehr verteilen sie sich in der Umwelt. Es entsteht sogenanntes Mikroplastik, dass ein weltweites Umweltproblem darstellt.
"Gerichte dürfen nicht dazu benutzt werden, Lösungen zu verschleppen!" sagt der Kreistagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Stefan Schön, zur Müllproblematik in Reuden.
Der Verursacher geht gerichtlich gegen die Anordnung der Beseitigung durch die Abfallbehörde vor und kann sich gewiss sein, dass das Verfahren sich über einen langen Zeitraum hinziehen wird. Auch der Landrat des zuständigen Kreises Oberspreewald-Lausitz, Siegurd Heinze, parteilos, will die gerichtliche Entscheidung abwarten. Schließlich, so schreibt Landrat Heinze an Stefan Schön, gehe nach Einschätzung der Brandschutzdienststelle seines Kreises, „keine erhebliche Gefahr für Mensch“ oder die Umwelt aus. Dabei bezieht sich die Behörde nur auf den Punkt Selbstentzündlichkeit.
Aber das ist eine Fehleinschätzung. Denn es ist schon lange bekannt, dass Plastikmüll nicht nur die Weltmeere, wie den Pazifischen Ozean vergiftet und Wassertiere und Vögel elendig daran ersticken. Denn aus dem Plastikabrieb entsteht mit der Zeit Mikroplastik, das sich in Wasser löst und in der Luft schwebt. Wir Menschen trinken es mit dem Leitungswasser und atmen es mit der Luft ein. Das höhere Auftreten von Allergien soll mit der Einnahme von Mikroplastik in Verbindung stehen.
Schon seit Jahren lagern Folienreste in der Ortslage Reuden in größeren Mengen. "Brände auf solchen "Deponien" kommen vor, könnten aber durch konsequentes Handeln vermieden werden", so Stefan Schön. „Freie Flächen als Lager zu missbrauchen, nur weil die Entsorgung sehr teuer ist, darf nicht als so genannte gute fachliche Praxis der Landwirtschaft gewertet werden. Wir fordern die Beteiligten auf, schnellstmöglich eine Bearbeitung dieses Verfahrens einzuleiten und den Müll einer fachgerechten Entsorgung zuzuführen.“
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